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Die Tage werden merklich kürzer, der Weg zur Arbeit beginnt für viele jetzt schon in der Dämmerung oder sogar in der Dunkelheit.
Dunkelheit, tief stehende Sonne oder Regenwetter bergen viele Gefahren für den Straßenverkehr. Und sicher hast du es auch im morgendlichen Berufsverkehr schon beobachtet: Die Zeit der Einäugigen ist wieder da.
Sehen und gesehen werden
Lichtanlagen moderner Fahrzeuge leisten heute eine ganze Menge. War früher Halogenlicht schon etwas Besonderes, sind heute Bi-Xenon-Lampen meist eine gern bestellte Sonderausstattung. Hochwertige Fahrzeuge verfügen über komplexe Lichtsysteme auf LED-Basis, die sich an Fahr- und Wetterbedingungen selbstständig anpassen, Kurven ausleuchten und sogar den Gegenverkehr gezielt aus dem Fernlichtkegel ausblenden können. Bei Mercedes kommt diese Technik unter dem Namen ILS (Intelligent Light System) und Adaptiver Fernlicht-Assistent zum Einsatz. In Verbindung mit dem Nachtsicht-Assistenten ist das ein deutlicher Gewinn an Sicherheit auch für andere Verkehrsteilnehmer.
Von Xenon und Hallogen
Auch die Wahl des Leuchtmittels spielt hier keine unbedeutende Rolle. Ein Xenonscheinwerfer erzeugt mit identischem Stromverbrauch mehr Helligkeit als ein Halogenscheinwerfer. Dieses erreicht man, in dem man nicht den glühenden Faden eines herkömmlichen Halogenscheinwerfers verbaut, sondern einen Glaskolben, gefüllt mit dem Edelgas Halogen. Das Licht aus diesem Xenonscheinwerfer ist bläulich und wirkt deshalb für das menschliche Auge heller in der Dunkelheit. Der Vorteil des Halogenscheinwerfers liegt vor Allem im Preis, man spart mit diesen Scheinwerfern rund 1.500 Euro gegenüber den Xenonscheinwerfern und deshalb werden diese immer noch serienmäßig verbaut. Laut dem ADAC lohnt sich die Anschaffung von Xenonscheinwerfern trotzdem, da die Helligkeit und die Reichweite steigen und die seitliche Ausleuchtung verbessert wird. Wenn Xenonscheinwerfer verbaut sind, ist eine automatische Leuchtweitenregulierung Pflicht, weil das extrem helle Licht sonst andere Verkehrsteilnehmer blenden kann. Bei Halogenscheinwerfern muss die Leuchtweite vom Fahrer eingestellt werden, dabei muss auf das Gewicht der Ladung geachtet werden. Das ist allerdings nicht ganz einfach, da auch die Position des Gewichts entscheidend ist. Die falsche Einstellung der Scheinwerfer erhöht das Unfallrisiko und deshalb empfiehlt der ADAC den Einbau von Xenon- statt Halogenscheinwerfern im Auto.
Nicht die Fassung verlieren
Es gibt, wie auch im Haushalt, die verschiedensten Fassungen für Birnen im Auto. Die BA7s werden für die Beleuchtung des Innenraums, insbesondere für die Hintergrundbeleuchtung von Tachometern verwendet. Die BA9s werden für das Standlicht benötigt und werden in der Regel auch für Signalbeleuchtung verwendet. Für Blink-, Rückfahr-, Stopp-, Nebelschluss-, Schluss-, Kennzeichen- und Tagfahrlichtlampen werden die BA15s verwendet. BAU15s sind für farbige Leuchtmittel wie Blinkeranlagen konzipiert. Über eine Fassung des Typs BA15d werden Brems- und Schlusslichter verbaut.
Die Fahrzeugbeleuchtung ist trotz aller Fortschritte und der Verwendung langlebiger LED Spitzenreiter bei den Mängeln im Rahmen der Hauptuntersuchung. Nicht immer ist der Mangel so offenkundig wie der kaputte Scheinwerfer, in dem bestenfalls noch das Standlicht leuchtet.
Wann hast du zum letzten Mal die Stopplichter Ihres Fahrzeugs kontrolliert? Dies geht eigentlich ganz einfach, wie nachfolgend beschrieben.
Beleuchtung am Fahrzeug selbst überprüfen
Eine Mauer oder eine Schaufensterscheibe können helfen Mängel an der Fahrzeugbeleuchtung zu
erkennen. Der Kurzcheck kann zwar nicht die Scheinwerfereinstellung in der Fachwerkstatt ersetzen, er
zeigt aber, ob sie nötig ist.
Steht das Auto ca. zwei Meter von einer Mauer entfernt, kann man gut die Abbildung des
Scheinwerferlichts sehen und Fehler an der Einstellung erkennen. Das funktioniert sogar am Tag. Ist das
Auto vor der Wand positioniert und man schaltet das Licht ein, sollten zwei gleich starke Lichtkleckse zu
sehen sein. Hat das Auto ein Vier-Scheinwerfer-System mit Abblend- und Fernlicht, kommen beim
Aufblenden zwei weitere hinzu. Grobe Fehler in der Scheinwerfereinstellung liegen vor, wenn die
Lichtbündel vom rechten und linken Scheinwerfer unterschiedlich hoch stehen. Aber Vorsicht! Auf der
rechten Seite eines jeden Lichtbündels ist ein Knick nach oben zu erkennen. Der beruht auf der
asymmetrischen Lichtverteilung und ist ganz normal.
Vor der Wand lässt sich auch die Leuchtweitenregelung überprüfen. Beide Licht-Bilder müssen sich
bewegen, wenn man das Rändelrad der Handverstellung am Armaturenträger betätigt. Bei Fahrzeugen
mit automatisch-dynamischer Leuchtweitenregelung, sie ist Vorschrift bei Xenon-Licht, fahren die
Scheinwerfer beim Einschalten zunächst automatisch nach unten in die Null-Position und dann in die
korrekte Lage zurück. Passiert dies nicht, sollte man eine Werkstatt aufsuchen. Bei vielen, modernen
Fahrzeugen wird der Fahrer auch durch eine Ausfallkontrolle auf einen Defekt hingewiesen.
An einer Wand läßt sich auch die Funktion der Blinker überprüfen und - nach dem Wenden - die
rückwärtige Beleuchtung checken. An einer spiegelnden Schaufensterscheibe funktioniert das ganze
noch besser. Darin sind bei eingelegtem Rückwärtsgang die Rückfahrleuchten und beim Tritt auf die
Bremse die Bremslichter gut zu sehen.
Kostenlose Tests
Schwieriger wird es, wenn man die Einstellung von Haupt- und Nebelscheinwerfern prüfen möchte. Schon mal vom Gegenverkehr bei Dämmerung oder Dunkelheit freundlich angeblinkt worden? Der vermeintlich nette Gruß kann auch bedeuten, dass du andere Fahrzeuge durch zu hoch leuchtende Scheinwerfer blendest. Die Einstellung der Scheinwerfer kann man ohne entsprechende Ausrüstung kaum zuverlässig testen und schon gar nicht selbst richtig einstellen.
Sinnvoll ist die Kontrolle der Beleuchtung im Rahmen der kostenlosen Licht-Tests, die die Partnerwerkstätten des Deutschen Kfz-Gewerbes - übrigens schon seit 1956 - auch in diesem Jahr wieder während des ganzen Oktobers anbieten. Dabei lässt sich ein Termin schnell und bequem im Internet bestellen, wie z.B. bei Autoservice.com. Die beim Licht-Test festgestellte Mängelquote lag 2013 bei über 35 %. Besser, das fällt bei einer freiwilligen Prüfung auf, als dass das Auto durch die TÜV-Prüfung fällt und eine kostenpflichtige Nachprüfung fällig wird. Die Vorgaben der Sachverständigen sind streng: Sämtliche Leuchten, auch Kontrollleuchten, müssen einwandfrei funktionieren, Gehäuse und Rückstrahler unbeschädigt sein. Zu hoch eingestellte Scheinwerfer lassen Ihr Auto ebenso durchfallen, wie Schweinwerfer, die wesentlich zu tief und damit nicht weit genug leuchten.
Schafft bitte Klarheit und Durchblick - gute Fahrt in den Herbst!
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